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Wind- und wetterfest

Mit CREATON auf der sicheren Seite bei der Windsog-Neuregelung

Eurocode 1: Anforderungen verschärft

Für eine fachgerechte Windsogsicherung reichte es früher völlig aus, zum Beispiel bei Dächern bis 45° Dachneigung in der Umsäumung der Dacheindeckungen – d. h. zwei Ziegel hoch und zwei Scharen breit – die Ziegel zu befestigen. Seit 15. April 2011 gelten auch hierzulande für Planer und Handwerker verschärfte Anforderungen. Denn an diesem Stichtag wurde in Österreich der Eurocode 1 umgesetzt.

Die Eurocodes sind ein europäisches Normenwerk, das im Interesse der Standsicherheit von Gebäuden die Berechnung von Wind- und Schneelasten europaweit vereinheitlicht, dabei jedoch von sehr hohen Lastannahmen ausgeht. Für uns ist der Eurocode 1 „Einwirkungen auf Tragwerke, Teil 4 Windlasten“ interessant. Er verpflichtet Verarbeiter und Planer, Dächer auf Windlast zu bemessen und für jedes Dach einen rechnerischen Einzelnachweis zu führen. Die Windlast am Objekt muss von der geklammerten Deckung aufgenommen werden können. Die Widerstandswerte der geklammerten Deckung ergeben sich aus der Prüfung nach EN 14437 (Bestimmung des Abhebewiderstandes von Dachdeckungen – Prüfverfahren für Dachsysteme). In Österreich gibt es eine Tabelle mit Orten, Seehöhe und Lastzone, aus denen sich pauschal die Anforderungen für die Arbeitsregion eines Dachhandwerkers ergeben (siehe ÖNORM B 1991 1-3 Seite 7).


Die neuen Ö-Normen EN 1991 1-4 und B 3419:

Auf zwei Wegen zur Sturmsicherheit

Der Verarbeiter oder Planer hat in Österreich die Möglichkeit, zwischen zwei unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen zu wählen. Entweder die weniger strenge Ö-Norm EN 1991 1-4 oder die weitergehende Ö-Norm B 3419, die versucht, die Ermittlung der Windsogkräfte nach Eurocode anwenderfreundlich zu gestalten. Beide gelten für Walm-, Sattel- und Pultdächer, wobei es zwei Dachaufbauten gibt: einmal mit und einmal ohne Unterdach.

Bei der Berechnung nach der Ö-Norm EN 1991 1-4 wird zwischen drei Geländekategorien unterschieden. Die Berechnungen gelten für Gebäudehöhen bis 25 m. Das macht es relativ einfach. Aber der Eckbereich und der Flächenbereich sind noch einmal zusätzlich aufgeteilt. Das macht die Berechnung sehr kompliziert. Da die Anforderungen generell weniger streng sind als bei der weitergehenden Ö-Norm B 3419, ergibt sich eine niedrigere Klammeranzahl.

Die Berechnung gemäß Ö-Norm B 3419 ist wegen des zusätzlichen Sicherheitsbeiwerts zwar strenger (führt also zu einer höheren Klammeranzahl), ist aber dafür einfacher zu handhaben. Unterscheidungen in der Geländeform sind nicht erforderlich. Es ist lediglich festzustellen, ob es sich um eine exponierte Lage handelt oder nicht. Die Dachbereiche sind folgendermaßen aufgeteilt: Ortgang, Fläche, First und Traufe. Allerdings darf die B 3419 nur bis 12 m Gebäudehöhe angewandt werden.

Aufgrund diesen neuen Normen sehen Sie sich sicherlich mit neuen Fragen konfrontiert wie: Warum eigentlich eine Neuregelung? Was gilt es zu beachten? Wer kann mir Auskunft über die fachgerechte Verklammerung geben? Wie viele Sturmklammern muss ich in welchen Bereichen einsetzen? Und was muss ich beachten, um hier auf der sicheren Seite zu sein? Antworten darauf soll Ihnen unser neuer Flyer geben, den Sie hier als PDF-Datei downloaden können. 

Flyer herunterladen >

Praktischerweise lässt sich unser gesamtes Tondachziegelsortiment mit nur drei Standard- und drei Sonderklammern für die Traglattungen 30/50, 40/50 oder 40/60 für jeden Sturmsicherungsfall windsogsicher verarbeiten – eine einfach anzuwendende und flexible Lösung. Mehr dazu erfahren Sie hier:

Zu Sturmklammern


Neue Anforderungen an den Verarbeiter

Windsogsicherung ist eine gute Sache – für die Häuser und ihre Bewohner. Sie verändert jedoch maßgeblich die Anforderungen an den Verarbeiter. Denn wenn sich künftig durch einen Sturm ein Ziegel löst, heißt die Frage nicht mehr: Wie viel Geld kann der Handwerker mit der Wiederinstandsetzung verdienen? Sondern: Wie viel Geld kostet es ihn, wenn er nicht nachweisen kann, dass seine Windsogberechnung korrekt, die Zahl der zusätzlichen Befestiger richtig und die Eindeckung fachgerecht war. Die Auswahl einer geprüften Originalklammer, passend für das jeweilige Ziegelmodell, ist mindestens genauso wichtig. Hier helfen wir Ihnen mit einem neuen internetbasierten Berechnungsprogramm.

Wir bieten Ihnen nicht nur ein umfassendes Tondachziegelsortiment und die passende Sturmklammer zu jedem unserer Ziegelmodelle, sondern auch den einfachen, sicheren und schnellen Weg zur Bedarfsermittlung nach Ö-Norm B 3419 bzw. Ö-Norm EN 1991 1-4.

Unter www.sturmklammer-assistent.at steht Ihnen ab sofort unser neues internetbasiertes Berechnungsprogramm, bei dem nur wenige Parameter einzugeben sind, zur Verfügung. Außer einem internetfähigen Rechner braucht der Planer oder Ausführende nur ein paar Basisdaten. Ortsname, Seehöhe, ggf. exponierte Lage. Danach werden die Dachform, die Gebäudehöhe, die Trauflängen, die Dachneigung und der eingesetzte Dachziegeltyp abgefragt. Und kurz darauf liegt das Ergebnis vor: eine fachgerechte Empfehlung in Form einer PDF-Datei zum Ausdrucken oder Versenden, mit detaillierten Angaben für die Anzahl der Klammern in der Fläche, im Trauf- oder Ortgangbereich. Und mit einer Empfehlung der geeigneten Sturmklammertypen für den jeweiligen Tondachziegel. Klicken Sie hier und testen Sie selbst.

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